Die Junge Akademie ruft in Kooperation mit der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, filmArche, interfilm Berlin und der Deutschen Kinemathek weltweit Filmschaffende dazu auf, mit Filmeinreichungen am Wettbewerb des Forums be a better being teilzunehmen.

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Ein besserer Mensch – zwischen Wunsch und Zwang

be a better being!‘ ist eine Redewendung, die Menschen meist an sich selbst richten. Im Fokus befindet sich das Bestreben nach individueller Verbesserung, der Wunsch, ein „besserer Mensch“ zu werden. Aber was macht einen ‚besseren Menschen‘ überhaupt aus? Welche Kriterien definieren die gewünschten „Verbesserungen“? Viele populäre Maßstäbe basieren auf einem idealen Körper, einer idealen Tiefe der Meditation, einer idealen Ernährungsweise oder auch idealen Stresslevel. Die halbsichtbaren Normen der Apps, der Ratgeber und der Werbewelt entwerfen Menschenkonzepte. Und die scheinbare Freiwilligkeit der Anwendung lässt einen vermuten, die Normen wären verhandelbar. Aber ist das tatsächlich so? Oder verschwimmen hier die Grenzen zwischen eigener freier Entscheidung und gesellschaftlichen oder medialen Zwängen folgender Nachahmung? Welche Rolle spielen Moralvorstellungen und Religion in diesem Kontext?

Gibt es darüber hinaus soziale und politische Aspekte von Selbstverbesserung, oder anders formuliert: Kann Selbstverbesserung auf eine integrativere Gesellschaft zielen, auf höheres Gemeinwesen und Solidarität von Menschen, sozialen Gruppen oder gar Nationen – besonders vor dem Hintergrund der aktuellen europäischen Krise? Oder führt Selbstverbesserung von Individuen in eine Brave New World, in der wir freiwillig alle relevanten Daten zu unserer mentalen und körperlichen Verfassung preisgeben? Für eine von den Algorithmen der Suchmaschinen strukturierte Welt, die immer sicherer wird durch die weltweit vernetzte Kontrolle? Kontrolle durch die Netzcommunity? Oder durch den Staat? Oder durch den Staat im Staat? Und welche Rolle spielen jüngere Generationen in diesem Zusammenhang?

Wir suchen Filme, die sich mit diesem Phänomen kreativ und unkonventionell beschäftigen. Der Wettbewerb interessiert sich für die Perspektiven der Filmemacher und Filmemacherinnen. Wir suchen Beiträge, die authentische Stimmungsbilder, große, kleine oder auch abwegige Aspekte der vielfältigen Erscheinungsformen unserer Lebenswelt beschreiben. Wir laden Filmschaffende ein, durch Perspektiven und Positionen hinsichtlich Selbstoptimierung, Selbstentfaltung und aller Aspekte der Erscheinungsform „Besserer Mensch“ in Kurzfilmen den Dialog zwischen Wissenschaftlern, Filmemachern und der Gesellschaft im Wettbewerb be a better being zu bereichern.

Alle für das Forum nominierten Filme erhalten ein Preisgeld von 300,- Euro. Zusätzlich wird ein Publikumspreis in Höhe von 1000,- Euro vergeben.

Ab Januar 2016 kann man im Projektblog Perspectives mehr Meinungen und Positionen von Wissenschaftlern und Experten zu be a better being nachlesen.

Projektleitung: Prof. Dr. Magdalena Nowicka (Berlin) und Dr. Evelyn Runge (Jerusalem)

 

Das Reglement

Die eingereichten Kurzfilme sollen das Thema be a better being in all seinen Facetten reflektieren. Alle Genres sind erlaubt: Vom narrativen Kurzfilm über Animationen bis zum Dokumentar- oder Experimentalfilm können die Beiträge Perspektiven auf den „besseren/verbesserten“ Menschen aufzeigen. Die Filme sollten nicht älter als drei Jahre sein und eine Länge von ca. 15 Minuten nicht überschreiten. Einsendeschluss ist der 24. Juni 2016.

Die ausgewählten Filme werden Mitte November 2016 auf dem zweitägigen Forum BE A BETTER BEING präsentiert und bilden die Grundlage der Gespräche zwischen Filmemachern/innen und Wissenschaftlern/innen. Auf der Online-Plattform www.betterbeing.info können einzelne Beiträge schon vorab angesehen und diskutiert werden. Die dort gezeigten Beiträge sind nicht zwingend Teil des Wettbewerbs und dürfen auch älter als drei Jahre sein. Mehr Informationen zum Reglement des Wettbewerbs finden Sie hier >>>

Kontakt: info@betterbeing.info

 

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